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Viva la revolucíon!

Weiße Sandstrände und riesige Oldtimer, außergewöhnliche Lebensfreude und strenger Sozialismus – Kuba ist eine Insel der Gegensätze und gerade deshalb eine Reise wert.

Perfektes Urlaubsziel
Auf Kuba kommen alle auf ihre Kosten: Die Sonnenanbeter können in den zahlreichen Hotels entspannen – 330 Sonnentage im Jahr, durchschnittliche Wassertemperatur von 30 Grad und die ansteckende Herzlichkeit der Kubaner machen jeden Badeurlaub zum karibischen Traum. Auf der größten Insel der Antillen lässt sich aber noch mehr entdecken – malerische Städte wie Havanna oder Santiago de Cuba, von der Zeit gezeichnet und gerade deshalb so reizvoll. Malerische Landschaften mit üppiger Vegetation, die das Naturfreunde-Herz höher schlagen lassen.

Pure Lebensfreude
Die kubanische Kultur ist geprägt von verschiedensten Einflüssen: europäischen, afrikanischen, südamerikanischen. Die Bevölkerung ist eine bunte Mischung aus fröhlichen Menschen, die vor Lebensfreude und Enthusiasmus sprühen. Und das trotz – oder vielleicht wegen – der nicht einfachen Situation: Kuba leidet unter großer Armut, die der schwierigen politischen und dadurch wirtschaftlichen Situation geschuldet ist.

Cuba Libre
Das wohl bekannteste Getränk der Insel ist eine Mischung aus Havana-Club-Rum, Coca-Cola und Limettensaft. Es ist über 100 Jahre alt: Nach dem Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges 1898 stießen die amerikanischen Soldaten mit dem Cocktail auf die „Befreiung“ Kubas von der spanischen Kolonialherrschaft an (Viva Cuba Libre: Es lebe das freie Kuba). Exilkubaner nennen das Getränk in Anspielung auf die politische Situation im Land auch Mentirita – kleine Lüge. Kurios: Auf Kuba darf Coca-Cola nicht eingeführt werden – in den USA ist wiederum kubanischer Rum illegal. So kann das beliebte Getränk weder auf der einen noch auf der anderen Seite der Floridastraße „original“ zubereitet werden.

Buen Provecho

Europäisch? Afrikanisch? Karibisch? Die Mischung macht’s! Und genau die findet man in kubanischen Küchen, bedingt durch die turbulente Vergangenheit der Insel. Insgesamt sind die Gerichte würzig und sehr fleischlastig, manchmal auch mit Zutatenkombinationen, die für den europäischen Geschmack ungewöhnlich sind. Probieren Sie doch ein Rezept aus – buen provecho (guten Appetit)!

Tomatensuppe mit Kartoffeln
500 g geschälte Kartoffeln kochen. Währenddessen 700 g Tomaten in kleine Stücke schneiden, 1 halbe große Zwiebeln würfeln und mit den Tomaten ca. 15-20 Min. kochen. Die andere Zwiebelhälfte würfeln und in Öl anbraten. Die Kartoffeln mit 400 ml des Kochwassers durch ein Sieb pressen und mit den anderen Zutaten vermischen, 2 bis 3 Min. kochen lassen, alles pürieren und anschließend 30 Min. köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und 5 TL Zucker abschmecken.

Kubanische Pfanne
500 g Schweinefleisch in feine Streifen schneiden, in etwas Öl anbraten. 2 Zucchini und 1 Paprika (in Stifte geschnitten), 1 Zwiebel in Scheiben und eine sehr fein gehackte Chilischote hinzufügen und 5 Min. dünsten. 100 ml Weißwein, 200 ml ungesüßte Kokosmilch und 200 ml Gemüsebrühe hinzufügen und 10 Min. köcheln lassen. 4 in Streifen geschnittene Frühlingszwiebeln dazugeben und mit Curry abschmecken. Mit Moros y Cristianos („Mauren und Christen“, Reis mit schwarzen Bohnen gekocht) und Salat servieren.

... und Leckeres für hinterher
Im Anschluss an ein leckeres Essen isst der Kubaner entweder sehr süße Nachspeisen oder milden Käse wahlweise mit frischem Obst, Marmelade oder z.B. Mangopüree. Und natürlich darf ein Cocktail nicht fehlen – ein Cuba Libre wie oben oder ein Mojito: 5 cl weißer Rum, 2,5 cl Limettensaft, 6-8 Blätter frische Minze, 3 Barlöffel weißer Rohrzucker, aufgefüllt mit grob zerstoßenem Eis und Sodawasser.


Entdecken Sie Schweden!

Traditionen, Sitten, Bräuche – sie machen die Kultur eines Volkes aus, und jeder weiß, dass so manches Brauchtum außerhalb der eigenen Region für Staunen oder Überraschung sorgt. Nicht anders natürlich auch bei den Schweden – wir haben für Sie kleine Kuriositäten rausgesucht, die das Volk aus dem Norden so einzigartig machen. Schwedische Rezepte finden Sie weiter unten.

„St. Martin“
Während in Deutschland Mitte November die Straßen voll sind von singenden Kindern, die mit ihren Laternen an den heiligen Martin erinnern und dazu aufrufen, Gutes zu tun, pilgern die Schweden auch. Ins nächstgelegene Restaurant. Zum Gänseessen. Das hat auch mit St. Martin zu tun, denn die Gans war sein Symbol, aber die Geschichten, die wir mit diesem Tag verbinden, sind in Schweden in Vergessenheit geraten – eben bis auf die Gänse. Es gibt traditionelle Rezepte, nach denen das Festessen zubereitet wird (zum Beispiel eine Blutsuppe) – mit einem Apfelkuchen als Nachtisch. Und eine Bauernweisheit gibt es obendrein: Wenn an St. Martin Schnee liegt, wird Weihnachten schneefrei sein. Wenn der 10. November auf ein Wochenende fällt, wird der Winter streng. Wir können ja mal beobachten, ob das für das deutsche Wetter ebenfalls zutrifft.

„Vuxen-Dagis“
Welche Frau kennt nicht das Problem? Da braucht man dringend eine neue Handtasche, passende Schuhe und mindestens drei Oberteile, plant dafür einen halben Tag im Einkaufscenter ein, und die liebe Familie stellt sich quer. Die Kinder sind ja noch einigermaßen einfach zu bestechen: Ein Eis und ein kleines Spielzeug, und schon laufen sie brav mit. Aber was ist mit dem Mann? Bei den Schweden ist das ganz klar: Der wird einfach da abgeliefert, wo er sich wohlfühlt: beim Holzfachhändler seines Vertrauens. Und da diese „Arbeitsteilung“ in Schweden gang und gäbe ist, werden „Männermärkte“ auch liebevoll „Vuxen-Dagis“ genannt – „Kindergarten für Erwachsene“. Schließlich steckt in jedem Mann auch ein Kind ...

„Kaffe“
Der Schweden liebstes Getränk – starker, aromatischer Kaffee. Gerne auch schon seit Stunden in einer speziellen Kaffeemaschine vor sich hin kochend. Sie trinken ihn morgens, mittags und vor dem Schlafengehen. Da man in Schweden bei seinen Freunden und Familie einfach so vorbeischaut, ohne sich vorher anzumelden, haben auch die meisten Schweden den ganzen Tag lang heißen Kaffee vorrätig – man will ja schließlich nicht ohne das belebende Getränk Gäste empfangen! Übrigens: Eine schwedische Tradition verlangt übrigens zum Nachmittagskaffee sieben verschiedene Gebäckarten – daran halten sich heute natürlich nur noch wenige, aber ein süßer Brauch ist es trotzdem.

„Gårdsbelysning“
Wer nach Einbruch der Dunkelheit durch schwedische (aber auch norwegische oder finnische) Straßen läuft, wundert sich sicherlich über kleine Lampen in nahezu jedem Fenster, Stehlampen auf dem Fensterbrett oder Hängelampen, die direkt vor den Scheiben leuchten. Was uns auf den ersten Blick kitschig oder verschwenderisch erscheinen mag, hat einen Grund: Skandinavien ist ein dünn besiedeltes Gebiet, in dem es noch dazu schnell und lange dunkel ist. Das Licht in den Fenstern – früher Kerzen, heute Lampen – gibt Orientierung in der Dunkelheit, zeigt dem Heimkehrer, in welche Richtung er laufen muss, und demjenigen, der sich vielleicht verlaufen hat, wo Hilfe zu finden ist. In der heutigen Zeit von Handys und GPS ist das Licht einfach dazu da, wohnliche, gar romantische Atmosphäre zu schaffen – und viele Touristen, die den Charme beleuchteter Fenster erlebt haben, nehmen die „Gårdsbelysning“ (Hofbeleuchtung) mit nach Hause. Für ein bisschen schwedisches Lebensgefühl.


Tack för maten!

Dieser Satz schließt jedes schwedische Essen. Wörtlich übersetzt heißt es „Danke für die Mahlzeit“. Mit dieser Redewendung bedanken sich aber eigentlich alle bei allen: Beim Koch oder der Köchin für das leckere Essen, bei den anderen Anwesenden für die Gesellschaft und das nette Gespräch.Aber bevor man sich bedanken kann, muss natürlich vorher gegessen werden. Probieren Sie doch mal eines der Rezepte aus, die wir für Sie ausgesucht haben? Es sind Klassiker der schwedischen Küche – einfach nur lecker!

Gravad lax
Für einen leckeren eingelegten Lachs (Forelle oder Saibling schmeckt auch!) nehmen Sie ca. 1 kg Filet ohne Haut und Gräten. Vermischen Sie vier Teelöffel Meersalz mit drei Teelöffeln Zucker, frisch gemahlenem oder gestoßenem weißen Pfeffer und viel Dill. Mit dieser Mischung wird das Filet eingerieben und anschließend mindestens 2 Tage lang im Kühlschrank mariniert. Wenden Sie den Lachs mehrmals während dieser Zeit – mit der austretenden Flüssigkeit können Sie den Fisch immer wieder beträufeln. Servieren Sie den Lachs mit dunklem Brot und einer Senf-Dill-Soße. Und dann heißt es: Smaklig måltid – guten Appetit!

Köttbullar
Wer kennt sie nicht, die kleinen leckeren Fleischbällchen? Ob mit Salzkartoffeln und Preiselbeeren serviert, auf einem Sandwich mit Salat und Dressing oder einfach nur als Snack zwischendurch: Köttbullar (gesprochen: Schöttböllar) ist das schwedischste aller Gerichte.
Sie brauchen hierzu 200 g in Pelle gekochte, anschließend pürierte Kartoffeln, 120 g fein gewürfelte, in Butter angebratene Zwiebeln, 500 g gemischtes Hackfleisch, 1 Ei, 6 EL Schlagsahne, 3 EL Semmelbrösel und 5 Stiele glatte, gehackte Petersilie. Vermengen Sie die Zutaten und würzen Sie die Masse kräftig mit Salz und Pfeffer. Danach kleine Bällchen formen und von allen Seiten anbraten. Aus dem Bratensud können Sie auch gerne eine Sahnesauce zubereiten. Ideal für Partys!

Kanelbullar
Die leckeren Zimtschnecken können kalt und warm gegessen werden. Die meisten Schweden haben einen Vorrat im Gefrierschrank – perfekt zum Kaffee oder Tee! Backen Sie am besten gleich eine doppelte Portion: Ganz untypisch für Schnecken sind diese immer sehr schnell weg.
35 g Hefe in etwas Milch auflösen. 120 g Butter zerlassen und dazugeben. 105 g Zucker, 280 ml Milch, 1 Ei, 1 TL Salz, 1 EL gemahlenen Kardamom und 750 g Weizenmehl dazu geben und 10  bis 15 Minuten durchkneten. Zugedeckt eine halbe Stunde gehen lassen. Anschließend ausrollen (ca. 30 cm breit und 3 cm dick). Mit 100 g weicher Butter bestreichen. 40 g Zucker und 2 EL Zimt vermischen und über den Teig streuen, zu einer langen Rolle zusammenrollen. In ca. 25 Stücke schneiden und auf Backblechen nochmal aufgehen lassen, bis sie doppelt so groß sind. 1 Ei mit 2 EL Wasser vermischen, die Schnecken damit bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Bei 220° C ca. 5-6 Minuten backen.



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